Die dreisten Tricks der Trickdiebe

Wer meint, Diebe und Einbrecher kämen im Schutz der Dunkelheit, täuscht sich gewaltig. Viele dieser Ganoven sind tagsüber unterwegs, weil sie hoffen, dass viele Menschen bei der Arbeit und die Wohnungen leer sind. Und wieder andere setzen sogar darauf, die Bewohner anzutreffen, um sich so sogar den gewaltsamen Zutritt ins Wohnobjekt zu sparen.

Dabei setzen sie auf die Hilfsbereitschaft der Menschen. Wer würde jemand schon ein Glas Wasser verweigern, wenn er nett darum bittet? „Ich müsste etwas für die Nachbarin abgeben“, „Meine Katze ist weggelaufen und jetzt auf Ihrem Dach“, „Hätten Sie mir vielleicht Stift und Papier?“ – harmlose Bitten, die nur dazu dienen, sich Zugang zu einer Wohnung zu verschaffen. Oder man versucht es mit einer vorgetäuschten Identität: da möchten sich vermeintliche neue Nachbarn nur kurz vorstellen, ein angeblicher Versicherungsvertreter will eine Vertragsfrage klären, ein Telekommitarbeiter möchte einen Internet-Anschluss checken, ein Polizist steht unangemeldet vor der Haustüre oder ein Bankmitarbeiter würde gerne einen Hausbesuch abstatten … die Tricks der Diebe sind unendlich.

Wie kann man sich schützen:

> Öffnen Sie niemals fremden Personen die Tür – egal unter welchem Vorwand.

> Seien Sie dabei höflich, aber bestimmt.

> Lassen Sie sich Dienstausweise, Auftragsbestätigungen oder Bescheide zeigen.

> Rufen Sie bei der Handwerkerfirma, beim Amt oder Ihrem Vermieter an und prüfen Sie, ob wirklich ein Mitarbeiter zu Ihnen geschickt wurde. Der Fremde wartet in dieser Zeit draußen.

> Fragen Sie andere Nachbarn, ob sie den Neuen schon kennengelernt haben. Rufen Sie an.

> Fragen Sie sich: Warum klingelt der Mensch gerade bei mir und fragt nicht bei der Apotheke oder beim Bäcker nach?

> Händigen Sie niemals Bargeld aus

 

Foto: Animaflora/Adobestock

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