Lärm durch Kinderspielplatz grundsätzlich zumutbar

Geräusche, die unter anderem von Kinderspielplätzen durch Kinder hervorgerufen werden, sind im Regelfall keine schädlichen Umwelteinwirkungen. Geräusche spielender Kinder sind Ausdruck der kindlichen Entwicklung und Entfaltung und daher grundsätzlich zumutbar.

Das musste ein Ehepaar in Rheinland-Pfalz erfahren, das gegen einen Bebauungsplan ihrer Gemeinde geklagt hatte, der einen Kinderspielplatz in unmittelbarer Nähe ihres Wohnhauses vorsah.

Geklagt hatten sie mir der Begründung, dass die Gemeinde vor Änderung des Bebauungsplans kein Gutachten über den zu erwartenden Schallpegel erstellt hatte. Das sei, so die Begründung der Richter, auch gar nicht nötig, da das Bundesimmissionsschutzgesetz eine spezielle Regelung für Geräusche enthalte, die von Kindern ausgehen. Danach müssen Anwohner die Lärmbeeinträchtigungen durch die Nutzung eines Kinderspielplatzes als sozialadäquat hinnehmen. Daher sei auch die Einholung eines schalltechnischen Gutachtens zur Ermittlung der zu erwartenden Lärmimmissionen nicht erforderlich.

 

Foto: Christian Schwier/Adobestock

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